Am Sonntag, dem 5. Juli, fand in Porto Ceresio (Virginia) die Aktion „Blu Pulito 2020“ statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden Stühle, Handys, Flaschen, Dosen, Glasteller, Handschuhe, Verbandsmaterial, Reifen, Feuerzeuge, Bonbonpapier und Snacks vom Grund des Luganersees geborgen. Außerdem wurden vier mit Plastik-, Glas-, Gummi-, Leder- und Metallabfällen gefüllte Container aus dem Ceresio-See eingesammelt.
Diese Ausgabe brachte viele positive Entwicklungen mit sich, die zwangsläufig die aufgrund der Covid-Notlage gebotene Vorsicht im operativen Geschäft erforderlich machten.

Zunächst wurde ein umweltfreundliches Boot eingesetzt, wodurch die überdachte Fläche bis zur "Spiaggia della Fiammetta" nordöstlich des schönen Dorfes Porto Ceresio erweitert werden konnte.
Dann wurde eine Verbesserung der Situation unterhalb des Seeufers festgestellt, wo in den Vorjahren die „Beute“ regelmäßiger und vielfältiger gewesen war (es wurden sogar eine Mörsergranate und ein Gewehr gefunden).

Clean Blue 2020
Es war schließlich wunderbar zu sehen, wie mehrere Schwimmer in die Gewässer des Golfs sprangen, die vor wenigen Tagen wieder zum Baden freigegeben worden waren, und wie ganze Entenfamilien mit ihren Küken am Ufer planschten. Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Aufklärungs- und Naturschutzbemühungen der Tauchgruppen GODiving und Sea Shepherd Dive Italy Früchte tragen.
Alles in Ordnung also? Nicht ganz. Die CNR-IRSA-Forscherin Nicoletta Riccardi nutzte BLU PULITO, um Proben von Seemollusken zu sammeln, und stellte dabei das Auftreten nicht-heimischer Arten in zahlreichen Kolonien fest – also Arten, die nicht charakteristisch für das Becken sind. Diese Arten, die im letzten Jahr bei der Probenahme nicht in nachweisbaren Mengen vorhanden waren, stellen ein potenziell schädliches Phänomen für die lokale Fauna dar und werden in weiteren Untersuchungen genauer erforscht.

GODiving und Sea Shepherd, die Organisatoren der Initiative, danken den zwanzig Tauchern und fünfzig Freiwilligen, die an Land und auf Booten im Einsatz waren. Ein herzliches Dankeschön geht auch von der Bürgermeisterin von Porto Ceresio, Jenny Santi, und den Sponsoren des Projekts (Equity Factory, Green Energy, LASI und OpenjobMetis) an alle Beteiligten. Zu den Organisationen, die zum Erfolg der Initiative beigetragen haben, zählen die Ceresio Piano und Ghirla Lake Basin Authority, Scubaportal, VareseMese, der Fischerverband von Ceresio, der Ruderclub Porto Ceresio, die Polytechnische Universität Mailand, der Segelclub, die Bersaglieri-Vereinigung und der Nationale Alpenverein.
Die Sensibilisierungsarbeit zum Schutz der Süßwasserökosysteme und zur Aufklärung von Bürgern und Touristen über die Bedrohungen der voralpinen Seen wird bis Ende Juli mit dem zweiten Teil der Reihe kostenloser Webinare fortgesetzt, der ausgestrahlt wird am https://www.twitch.tv/godivingTermine am Donnerstag- und Sonntagabend finden statt. www.godiving.it










